Skiclub Gerhausen

Schneeschuhwanderung

Schneeschuhwandern – Voll im Trend

Am zweiten Freitag im Februar traf sich eine 20-köpfige Gruppe auf dem Gritthof in Sigiswang, um dort gemeinsam ein Wochenende zu verbringen, das ganz im Zeichen des Schneeschuhwanderns stand.

Der Skiclub hatte dazu eingeladen und lag damit voll im Trend. Elf Mitglieder des Vereins und neun „Nochnichtmitglieder“ hatten sich angemeldet und waren mit Privat-PKW ins Allgäu gekommen. Oberhalb von 950 Metern lag genügend Schnee und deshalb entschied man sich schnell, am Samstagmorgen direkt von der Hütte aus in Richtung Rangiswanger Horn zu starten. Gleich nach dem Frühstück wurden – von einigen zum ersten Mal – die Schneeschuhe untergeschnallt und los gings. Gleich zu Beginn der Wanderung blitzte sogar die Sonne durch die Wolkendecke, was natürlich die ohnehin schon gute Laune in der Truppe noch steigerte. In ruhigem, gleichmäßigen Tempo und dennoch zügig führte die Tour vorbei an der Kahlrücken-Alpe und hoch zu einem Sattel. Dort war der steilste Teil des Aufstiegs schon geschafft, die Tourengänger verließen die Route, die zum „Rangiswanger“ hoch führt und gingen nun locker noch einige Höhenmeter hoch zum Sigiswanger Horn (1527m), dem höchsten Punkt der Wanderung. Alle, auch die Schneeschuhanfänger erreichten ohne Probleme das Gipfelkreuz, das vom Jugendcamp des SC Gerhausen im Sommer 2016 hochgetragen und dort installiert worden war.

Nach einer kurzen Rast führte die Wanderung weiter in Richtung Norden, wo ein kurzer, aber knackiger Abstieg zur Alpe Fahnengehren bewältigt werden musste. In steiler Hanglage kamen auch die erfahreneren Schneeschuhwanderer immer wieder ins Rutschen, weil die oberste Schneeschicht sich nicht mit dem festeren Untergrund verbunden hatte. Einige Wanderer nahmen deshalb die Direttissima und überwanden die steilsten Abschnitte unter großem Gelächter einfach mittels Po-Rutsche. Während der Großteil der Gruppe über die „Märchenwiese“ weiter wanderte, überwanden einige noch einmal ca. 70 Höhenmeter und überschritten das Ofterschwanger Horn. Bei der Einkehr in der Weltcup-Hütte war die gesamte Gruppe dann wieder vereint und nach einer Stärkung wurde der weitere Abstieg in Angriff genommen. Über die Alpe Eck und den Wiesholztobel führte der Weg zur Talstation der Ofterschwanger Bergbahn und oberhalb von Ofterschwang zurück zum Gritthof.

Die Wandergruppe richtete sich nun bei Kaffee und Kuchen gemütlich in der Hütte ein – mit einer Ausnahme: Armin Friesinger machte sich gleich wieder auf den Weg und startete um 18:00 Uhr beim 5. Allgäu Vertical, einem Berglauf, der auf Höhe der Wurzelhütte im Auslauf der Ski-Weltcup-Strecke startet. Die Strecke folgt in umgekehrter Richtung der original Weltcup Skistrecke. Vor der Gipfelstation des Weltcupexpress geht es links weiter die Skipiste hoch zum Gipfel des Ofterschwanger Horns. Von dort wieder bergab, auf der Piste "Märchenwiese". Nach ca. 900m folgt ein weiterer Anstieg mit den letzten 100 hm über den Gaissattel bergauf zur Weltcup-Hütte, wo sich das Ziel befindet. Armin erreichte das Ziel in unglaublichen 32 Minuten und 18,2 Sekunden und belegte bei weit über 200 Startern in seiner Klasse einen hervorragenden 16. Platz. Respekt und Herzlichen Glückwunsch, Armin!!!

Pünktlich zum Abendessen war Armin schon wieder auf dem Gritthof. In einer fröhlichen Runde verbrachten die Wanderer einen geselligen Hüttenabend.

Nach einer ruhigen Nacht wurde am Sonntagmorgen beim Frühstück beschlossen, dass man „weil`s grad so schön war“ die Schneeschuhe nutzt und nochmal eine kleine Runde in der Allgäuer Bergwelt macht.

Ohne Stress führte der Weg diesmal von Bolsterlang über das Sonderdorfer Kreuz bis hoch zur Zunkleiten Alpe und von dort entlang der Bolgenach und über den Tobelweg zurück nach Bolsterlang.

Am Ende eines kurzweiligen Wochenendes lässt sich für den Skiclub feststellen:

Mit dem Angebot Schneeschuhwandern liegt man voll im Trend. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und jeder, der sich gerne an der frischen Luft bewegt, kann– ähnlich wie beim Bergwandern im Frühling, Sommer und Herbst- die Natur genießen und sich gleichzeitig selbst körperlich und seelisch Gutes tun.